Alter der Reifen

Die vierstellige DOT-Nummer informiert Sie zuverlässig:

Maximale Haltbarkeit von 10 Jahren

Auswuchten

Warum auswuchten?

Wo immer sich Teile um eine Achse drehen, tritt das Problem „Unwucht“ auf. „Unwucht“ nennt man die ungleichmässige Verteilung von Massen an einem sich drehenden Körper. Bei Fahrzeugrädern führt sie zu Erschütterung und erhöhtem Verschleiss an Reifen, Lagern und anderen Fahrwerkstellen. An Vorderrädern führt sie ausserdem zum Flattern des Lenkrades, was zu ausgesprochen gefährlichem Lenkverhalten mit schlechter Spur- und Kurvenstabilität führen kann und folglich die Verkehrssicherheit erheblich einschränkt. Moderne Auswuchtungsmaschinen können „Unwuchten“ restlos beseitigen und tragen wesentlich für ein sicheres, komfortables Fahrverhalten bei.

Aus diesem Grunde empfehlen wir nach jedem Rad/Reifenwechsel, die Reifen von einem Fachhändler neu auswuchten zu lassen. Die wichtigste Voraussetzung für zuverlässige Wuchtergebnisse ist das einwandfreie Aufspannen und Zentrieren des Rades, welches dem Fahrzeug entspricht.

Lagerung

Wie soll ein Reifen gelagert werden?

Reifen altern trotz der vom Hersteller eingearbeiten Alterungsschutzmittel. Durch sachgerechte Lagerung lässt sich das Altern jedoch auf ein Minimum reduzieren.

Bei der Demontage der Reifen sollte die Radposition vermerkt werden (z.B. mit Kreide auf der Reifeninnenseite „VL“ für vorne links).

Reifen und Rad Montieren

Nicht stellen, sondern hängen oder stapeln

  

Demontierte Reifen  

nicht stapeln oder hängen, sondern stellen und alle 4 Wochen drehen

Kühl: 15° C bis 25° C, vor Wärmequellen abschirmen, 1 m Mindestabstand zu Wärmequellen

Dunkel: Insbesondere vor direkter Sonnenbestrahlung und Kunstlicht mit hohem UV-Gehalt schützen

Trocken: Kondensation vermeiden, Reifen nicht mit Ölen, Fetten, Lacken, Kraftstoffen und ähnlichen Stoffen in Berührung bringen

Nur mässig belüftet: Sauerstoff und Ozon sind besonders schädlich

Bei Überwinterung von Fahrzeugen (Oldtimer, Wohnmobilen, Anhänger usw.), bei denen die Reifen am Fahrzeug bleiben, sollte der Luftdruck um min. 0,5 bar erhöht werden.

Luftdruckkontrolle

Warum ist eine regelmässige Lufdruckkontrolle so wichtig?

Was ist der korrekte Luftdruck?

Angaben Fahrzeughersteller (Betriebsanleitung) oder Angaben am Fahrzeug (Türposten / Tankdeckel / Sonnenblende etc.) oder Luftdruckangaben des Reifenherstellers.

Welche Vorteile bringt der korrekte Luftdruck?
Was beeinflusst der korrekte Luftdruck?

optimale Aufstandfläche, Bodenkontakt, Haftung kürzeren Bremsweg
höhere Aquaplaningreserve
besseres Fahrverhalten, Kurvenstabilität
niedrige Abrollgeräusche
kleinerer Rol wlwiderstand, Kraftstoffverbrauch
niedrige Verformung, Temperatur besserer Komfort
jeder Autofahrer kann die Betriebssicherheit seiner Reifen mit dem richtigen Luftdruck erhöhen.

Die Folgen eines falschen Luftdrucks:

Die Lebensdauer und Sicherheit eines Reifen ist massgeblich abhängig vom richtigen Luftdruck. Dieser Wert wird gemeinsam von Reifen- und Fahrzeugherstellern für jedes Fahrzeug individuell festgelegt. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn. Die Folgen sind nicht nur übermässiger oder ungleichmässiger Profilabrieb. Sondern auch eine deutlich schlechtere Haftung, die vor allem bei höheren Kurvengeschwindigkeiten oder Nässe schnell gefährlich werden kann.

Es besteht Unfallgefahr durch Reifenzerstörung!

Mit jeder Luftdruckunterschreitung wird der Reifen überbeansprucht. Durch den Festigkeitsabbau der verschiedenen im Reifen verarbeiteten Materialien ist der Reifendefekt vorprogrammiert. Versteckte Reifenschäden werden durch nachträgliche Luftdruckkorrektur nicht beseitigt.

Radschrauben

Wie werden die Radschrauben sachgemäss angezogen?

Das Anzugsdrehmoment

Die vom Fahrzeughersteller angegebenen Anzugsmomente müssen unbedingt eingehalten werden. Die Radmuttern bzw. -schrauben stehts übers Kreuz anziehen.

Drehmomentschlüssel

Das Anziehen von Schrauben bzw. Muttern von Hand, nach Gefühl, ist von zweifelhafter Qualität. Es ist daher aus Gründen der Betriebssicherheit zu empfehlen, Drehmomentschlüssel zu verwenden, die eine exakte Einhaltung der vorgeschriebenen Drehmoment gewährleisten.

Dies um:

* Radbefestigung und Radschrauben nicht zu beschädigen
* einen gleichmässigen Anzug aller Schrauben zu gewährleisten
* die Demontage zu erleichtern oder mit dem Bordwerkzeug überhaupt zu ermöglichen.

Gewindearten || Stahlrad || Leichtmetallrat
Gewindedurchmesser 10 mm || 50 – 60 Nm || 60 – 70 Nm
Gewinde M 12 / 1.25  || 50 – 70 Nm || 60 – 80 Nm
Gewinde M 12 / 1.5  || 80 – 100 Nm || 100 – 120 Nm
Gewinde M 12 / 1.5  || 100 – 130 Nm || 120 – 140 Nm
Nota: 10 Nm = ca. 1 kpm

Reifenbezeichnung

1 Reifenhersteller (Marke)

2 Profilbezeichnung / Reifentyp

3 Reifenquerschnittsbreite in mm

4 Verhältnis Reifenhöhe zu Reifenbreite in %

5 Radialstreifen

6 Felgendurchmesser in Zoll

7 Kennzahl für die Reifentragfähigkeit

8 Geschwindigkeits-Symbol

9 Tubless (Schlauchloser Reifen)

10 Departement of Transportation (Prüfung nach FMVSS 119, US-Standart

11 Herstelldatum ab 2000 (XX = Woche, X = Jahr, = 10. Dekade) Bisher (XX = Woche, X = Jahr = 9. Dekade)

12 Abnutzungsanzeiger (1.6 mm)

13 Zusatzbezeichnung für Reifen mit erhöhter Tragfähigkeit (bisher REINFORCED = RF)

14 Hinweis auf Wintertauglichkeit für Winter- und Ganzjahresreifen

15 Freiwillige Prüfung der Schneefähigkeit (RMA US-Standard)

16 Zertifikat der Bauartprüfung ECE-Norm 30 E2 = Prüfland Frankreich (E14 = Schweiz)

17 Homologation gemäss Bestimmung 92/23/EEC e2 = Prüfland Frankreich (gleichbedeutend mit ECE-Norm 30)

Reifen-Energieetikette

Sichere, leise und energieeffiziente Reifen

Rund 20 Prozent des Treibstoffverbrauchs eines Fahrzeugs entfallen auf die Reifen. Hauptgrund dafür ist der Rollwiderstand. Ein besserer Rollwiderstand verringert Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen und trägt so zu mehr Energieeffizienz im Strassenverkehr bei.

Wie aber finden Reifenkäufer/innen den besten Reifen, der sowohl sicher, leise und energiesparend ist? Sie können sich dafür auf die Reifenetikette stützen. Seit dem 1. August 2014 ist die Reifenetikette in der Schweiz obligatorisch. Die Schweizer Reifenetikette orientiert sich dabei stark an der Reifenetikette der EU, welche bereits seit November 2012 auf der Mehrheit der in der Schweiz verkauften Reifen vorhanden ist.

Die Reifenetikette entspricht der in der Schweiz und EU-weit bereits bekannten Energieetikette für Personenwagen, Haushaltsgeräte und Lampen, welche Geräte oder Autos in Energieeffizienzkategorien von A bis G einteilt. Bei den Reifen zeigt die Etikette sowohl die Energieeffizienz (Rollwiderstand) an, als auch eine Klassierung der Nasshaftung und des Lärms. Die Ausgestaltung der Reifenetikette ist im Anhang 3.10 der Energieverordnung geregelt. Sie lehnt sich an die EU-Verordnung 1222/2009 an.

Sommerreifen

Warum Sie im Frühling auf Sommerreifen umsteigen sollten

In jedem Frühling stellt sich für viele Autofahrer, die in der kalten Saison mit Winterreifen unterwegs waren, die Frage, ob sie ihr Fahrzeug wieder auf Sommerreifen umrüsten lassen sollen.

Im Zentrum der Überlegungen steht oft das vermeintliche Argument, Geld sparen zu können, wenn man weder einen zweiten Satz Reifen noch die Dienstleistung der Umrüstung bezahlen muss. Winterreifen im Sommer zu fahren ist zwar nicht verboten – der RVS rät Ihnen aber aus folgenden Gründen davon ab:

  • Die Gummimischung von M+S-Reifen (Matsch- und Schnee-Reifen) ist weicher als die von Sommerreifen, damit die Lauffläche auch auf Eis und Schnee noch genügend geschmeidig und griffig bleibt. Bei steigender AUssentemperatur nimmt die Geschmeidigkeit zusätzlich noch zu. Je weicher aber der Gummi wird, desto höher der Abrieb und damit der Verschleiss.
  • Für die Fahrt mit Winterreifen gelten spezielle Geschwindigkeitsbeschränkungen. Es besteht daher die Gefahr, dass die Winterreifen im Sommer zu stark erhitzt werden, da sie für höhere Geschwindigkeiten unter Umständen nicht ausgelegt sind. Dabei nutzt sich nicht nur der Reifen übermässig ab, einen „heissen Reifen“ zu fahren, kann auch gefährlich werden!

Fahren Sie also im Frühling zu Ihrem RVS-Reifenfachhändler und lassen Sie (neue) Sommerpneus montieren. Er kann Ihre M+S-Reifen auch gleich für wenig Geld einlagern. Damit ist eine fachmännische und saubere Lagerung Ihrer Reifen bis zur nächsten Umrüstung gewährleistet. Die Reifen sind bereits vor Ort und werden gereinigt. Sie sparen sich den Transport Ihrer schmutzigen Reifen und können den Lagerraum in Ihrem Keller oder in Ihrer Garage anderweitig nutzen.

Winterreifen

Mobilität bei allen Wetterbedingungen – Zeit für Winterreifen

Bereits im Oktober jeden Jahres wird es Zeit, sich als Autofahrer mit dem Thema „Winterreifen“ zu beschäftigen. Vielleicht denken Sie, der Einsatz von Winterreifen lohnt sich erst beim ersten Schnee; vielleicht fühlen Sie sich sicher genug mit Ihren Sommerreifen; vielleicht wollen Sie Geld sparen; vielleicht wohnen Sie in einem schneearmen Gebiet – es gibt viele vermeintliche Gründe, warum man „gar nicht“ oder „jetzt noch nicht“ sein Auto mit M+S-Reifen (Matsch- und Schnee-Reifen) ausrüstet.

Der RVS rät Ihnen zugunsten von mehr Sicherheit im Strassenverkehr aus folgenden Gründen früh Winterreifen montieren zu lassen:

  • Moderne Winterreifen sind so konzipiert, dass sie nicht nur problemlose Fahrten bei Reifglätte und Schnee ermöglichen, sondern ihre besonderen Eigenschaften bereits bei Temperaturen ab 7° C zum Tragen kommen. Sommerreifen verlieren aufgrund ihrer Gummimischung bei niedrigen Temperaturen an Grip und Haftung, längere Bremswege sind die Folge – auch auf trockenen oder nassen Strassenbelägen! Die Bremswege auf Schnee sind mit Winterreifen bis zu 20 Prozent kürzer als mit Sommerreifen. Bei Breitreifen setzt dieser Effekt sogar schon bei 10° C ein. ABS, ESP oder TCS sind lediglich elektronische Hilfen, welche keinen Winterreifen ersetzen können.
  • Winterreifen zeigen ihre Überlegenheit also nicht nur bei extremem Winterwetter – sie sind generell besser auf niedrige Temperaturen eingestellt. Ihre Gummimischung ist weicher, der hohe Anteil an Naturkautschuk bewirkt, dass die Pneus bei niedrigen Temperaturen nicht verhärten. Sie haben somit mehr Haftung und sind Sommerreifen beim Brems-, Lenk- und Beschleunigungsverhalten weit überlegen.
  • Wichtig ist allerdings, dass die Winterreifen über eine ausreichende Profiltiefe verfügen. Liegt diese bei unter 4 mm, steigt die Aquaplaninggefahr deutlich an, die Traktions- und Bremskraftübertragung nimmt deutlich ab, die Fahreigenschaften erreichen nur noch Sommerreifenniveau
  • Autofahrer, die aufs Geld achten, sollten darüber hinaus bedenken, dass die Versicherungen die vollständige Haftung im Schadenfall bei falscher Saison-Bereifung ablehnen können. Ein Unfall bei winterlichen Strassenverhältnissen mit Sommerreifen führt dann nicht nur zu Ärger und Unannehmlichkeiten, sondern kann auch empfindlich ins Geld gehen!
  • Clevere Autofahrer vermeiden den obligatorischen Stau beim Reifenfachhändler beim „ersten Schnee“. Wer frühzeitig einen Umrüsttermin vereinbart, hat – egal in welcher Reifengrösse und bei welcher Reifenmarke – noch die freie Auswahl, bevor der allgemeine Ansturm wieder zu Lieferengpässen bei M+S-Reifen führt, vor allem in den gängigsten Grössen. Wer möglichst früh Winterreifen kauft und montieren lässt, kann daher auch mit günstigen Komplettangeboten rechnen.